Förderung des Tourismus mit OpenStreetMap und Wikipedia

Jede vor allem vom Tourismus lebende Stadt, Gemeinde, Region sollte einen Wikipedia-Eintrag haben aber sich auch selbst in OpenStreetMap kartografieren. Während Wikipedia bereits weltweit bekannt ist, braucht OpenStreetMap noch eine Weile um dieses Bekanntheitsgrad zu erreichen. Es ist jedoch nicht minder wichtig.

Wikipedia

Die Nützlichkeit eines Wikipedia-Eintrags ist offensichtlich: Es ist in der Regel die erste Quelle die man aufsucht, wenn man zuverlässige Informationen zu Örtlichkeiten (und vielem mehr) sucht. Menschen besuchen und vertrauen Wikipedia. In der Tat ist die immer gleich Strukturierung der Wikipedia-Einträge dem Verständnis förderlich und hilft den Menschen die relevanten Informationen zu finden.

Orte sollten ihren Wikipedia-Eintrag stehts aktuell und, was viel schwieriger ist, gut geschrieben halten. Wenn man schon keine vielsagende Webseite hat und auch wenn man eine hat, sollte man den Wikipedia-Eintrag überarbeiten.

Es ist nicht wirklich schwer, neue Einträge in Wikipedia zu verfassen. Man muss sich nur ein Benutzerkonto anlegen und ein wenig mit dem System auseinandersetzen.

OpenStreetMap

Die meisten werden sich entweder fragen, was das ist – eine Art Wikipedia für Landkarten  von Freiwilligen weltweit erstellt- oder sagen, das es dafür doch doch Google Maps gibt.

Google Maps gehört, wie es der Name schon sagt, der Firma Google. An sich ist nichts gegen das Unternehmen auszusetzen, zumindest nicht mehr als gegen 95% aller anderen Unternehmen auch. Ich benutze reichlich und gerne ihre Produkte die sie öfters nicht nur kostenlos sondern auch frei zur Verfügung stellen. Google hat Google Maps nach dem Kauf diverser Unternehmen im Jahr 2004 auf den Markt gebracht und immer weiter verbessert. Zwei Nachteile hat es jedoch:

  1. Abhängigkeit. Hat Google es irgendwann satt, dass Kartenmaterial frei zur Verfügung zu stellen, können sie es einfach sein lassen. Wann und wie die Karten verwendet werden dürfen und ob Lizenzgebühren anfallen, bestimmt Google.
  2. Genauigkeit.  Google kann Veränderungen an Straßen und wegen und Gebäuden niemals so schnell und genau erfassen, wie die einheimischen Menschen. Wenn genug Menschen aktiv an OpenStreetMap arbeiten, wird es immer aktueller und genauer sein als jede andere Karte online.

Steve Coast, der Gründer von OpenStreetMap, hat vor zwei Jahren das Kartenmaterial von Google Maps und OpenStreetMaps bei den olympischen Winterspiele in Sotschi verglichen. Schon damals hat OpenStreetMaps wesentlich besser abgeschnitten.

Besonders nützlich ist OpenStreetMaps als offline Karte im Ausland, wenn man nicht permanent online sein möchte oder kann. Hierfür braucht man nur die Android-App „OsmAnd~“ in der man sich die entsprechenden Regionen auf das Smartphone herunterlädt. Auch andere Apps im offiziellen Google Playstore nutzen das Kartenmaterial von OpenStreetMap wie z. B. „City Maps 2Go“.

Um Karten in OpenStreetMap zu bearbeiten kann man sich auch ganz leicht ein Benutzerkonto einrichten und dann nach kurzer Einarbeitung, direkt loslegen.

 

Ich bin jüngst mit meiner Frau auf Rügen gewesen (übrigens sehr schön dort), was mich zu diesem Beitrag hier inspirierte. Google Maps kannte dort die Hälfte der Adressen und Gebäude nicht, ebenso waren kaum Wege und Besonderheiten außerhalb der Hauptstraßen eingezeichnet. OpenStreetMap war hier wesentlich genauer aber trotzdem fehlten noch verschiedene Wege und Gebäude. Hier liegt es an den Städten, Gemeinden und Regionen, Wikipedia und OpenStreetMap aktuell und genau zu halten. Der Tourismus kann dadurch nur profitieren.

Allgemein sollte auch jedes Unternehmen dafür sorgen, einen Wikipedia-Eintrag zu haben und in OpenStreetMap (Google Maps sowieso) dokumentiert zu sein.

Kostenlose Werbung an einem Ort, an dem Nutzer sich diese in der Form auch tatsächlich wünschen.

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