Samstag, 17. Februar 2007...18:42

300

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Ich bin jetzt wieder kurz Zuhause und habe mal mein ICQ (für ICQ nutze ich übrigens Gaim.-) angemacht um zu sehen, ob mir jemand etwas geschrieben hat. Der Christian M. hat. Einen Link mit weiterführenden Informationen zu fanatischen 300 Fans. Ich habe den 300 Trailer gesehen und fand ihn von Anfang an genial, ich habe den Comic gelesen und fand den auch sehr genial. Nach dem Comic aber entdeckte ich in den nun weiteren Trailern Szenen, die im Comic nicht vorgekommen sind. Die Szene in der Leoniadas mit seiner Frau im Bett spricht exisitiert nicht in der Volage, ebenfalls keine Szene in der er mit einer (seiner?) sterbenden Frau spricht, es kämpfen nur Männer im Comic.
Noch läuft der Film nicht in den Kinos, weshalb ich ihn noch nicht gesehen habe aber wie ich schon sagte, ich fand den Trailer sowie den Comic super und auch wenn der Film etwas vom Original abweichen wird, werde ich ihn mir anschauen und hinterher darüber urteilen, wie gut er war. Die Kritik war auch nicht schlecht und an dieser Stelle fange ich an, paar Dinge aufzuklären.
300 erzählt die Geschichte von 300 Spartanern unter Leonidas, die an den Thermopylen gegen eine gigantische Übermacht an Persern kämpfte und starb.
Die Comic-Vorlage ist auch nur eine Interpretation der Geschehnisse und ich weiß nicht, was die Kritiker von diesem Film verlangt haben.
Es wird festgestellt das Xerxes aussieht wie “eine Mischung aus HipHop-Wesen und Anwärter auf die Piercing-Weltmeisterschaft” - dies ist nur eine Interpretation von Frank Miller, wie es wohl Vieles in diesem Film sein wird, der schließlich auf dem Comic von Frank Miller basiert.
… Ich fasse das zusammen: Bemerkungen über digitalisierte Brustkörbe, gezeichnetes Blut abgetrennte Köpfe und vor Allem ist der Film “ärgerlich und falsch und so erzreaktionär, dass Donald Rumsfeld dagegen als Friedenstäubchen erscheint.” (Zuerst musst ich nachlesen, was “reaktionär” überhaupt bedeutet)
300 ist ein Film über eine Schlacht. Es sterben Menschen. Wo Menschen sterben fließt nunmal auch Blut und da der Comic schon recht krass gehalten wurde (wenn man nur 300 Mann ist, dann nutzt man alles, auch Angst, um sich gegen eine 1 Million/200000 Mann starke Armee zu behaupten) dachte sich Zack Snyder wohl, dass da auch diverse Köpfe abgetrennt werden könnten - es können ja nicht alle an Nasenbluten sterben.
Vor Kurzem habe ich bei Thea nachts eine Dokumentation über Sparta auf Phönix gesehen. Der Film, auf jeden Fall der Comic, spiegelt nur die Mentalität der Spartaner wieder. Sie waren unglaublich konservativ und ihr Leben bestand einzig aus dem Kregshandwerk. Babys die zu schwach waren wurden nach der Geburt getötet, nur die Stärksten durften überleben. Das Leben war geprägt von gnadenloser militärischer Übung, tagein tagaus. So war Sparta nicht sehr groß und hatte auch nicht die meisten Soldaten, aber die die sie hatte, wurden seit ihrer Geburt zu Soldaten gemacht. Viele Gelehrte hat Sparta daher auch nicht gezeugt. Spartaner hielten fest an Disziplin und an alten Tugenden (Wie Leonidas’ Frau zu ihm sagt: “Kehr zurück mit deinem Schild … oder auf ihm!“) und entwickelten sich in den Jahren ihrer Existenz auch kaum weiter, weshalb sie dann schlussendlich daran zugrunde gingen. Ein Staat bestehend aus Soldaten, die sich kaum entwickeln (auch nicht in der Kriegsführung) kann nicht ewig bestehen.
Spartaner wurden wegen ihrer Disziplin und ihrer heroischen Opferbereitschaft für die eigene Sache, oft als Vorbilder zitiert, auch von den Nazis. Nazis, hab ich die schon mal erwähnt? Ja, HAHAHA, als mich diese Assi-Tusse damals im Kino als Nazi beschimpft hat.-) Zu Nazis und Online-Gesprächen gibt es auch ein lustiges Gesetz von Godwin.

Falls ich irgendwo Fehler gemacht haben sollte, tut es mir Leid. Ich verweise daher auf die Geschichtsliteratur zu Sparta zu genaueren Informationen. Ich sage auch nicht, das 300 der tollste Film sein muss, vielleicht wird er tatsächlich total beschissen (besonders wenn noch mehr dieser “amerikanisierten” Szenen auftauchen). Ich sage jedoch, das die Kritik daran - wie fast jede Filmkritik - total bescheuert ist. Die Kritik klang nach: Ich gehe in einen Kriegsfilm und beschwere mich, das er vom Krieg handelt.

Habe ich eigentlich noch irgendwas anderes zu erzählen, das kein Klugscheißen ist? Eigentlich nicht so. Ich war die vergangene Woche über wieder bei Thea. Sie hatte ein Praktikum gehabt, in dem sie täglich von 13 bis etwa 18 Uhr entweder Vögel beobachtete, irgendwas auswertete oder in einem Tümpel nach Larven fischte und diese zählte. Lustig ist das Biologenleben. In der Zeit machte ich mich manchmal nützlich und machte den Abwasch, brachte den Müll raus oder kaufte/machte etwas zu Essen. … Wenn Thea und ich uns über irgendetwas streiten/anschweigen, dann meistens wegen irgendeinem belanglosem Scheiß … und das mag ich überhaupt nicht. Ich will das nicht. Es tut mir weh wenn sie abweisend ist zu mir, wenn ich wieder irgendetwas getan oder gesagt habe, das ihren Vorstellungen widerspricht.

Für den Morten habe ich auch noch etwas. Wir haben uns nämlich mal gefragt - wie so Viele zuvor und über so Vieles über das wir uns auch einfach mal so Gedanken machen - wieso es denn noch keinen kabellosen Strom gibt. Tesla hatte die Absicht das zu erfinden, es gelang ihm aber nicht. Tatsächlich gibt es kabellosen Strom bereits, in Form der Induktion. Letztens habe ich bei Wikinews auch einen Beitrag gelesen in dem Menschen vom MIT die Möglichkeit sehen, innerhalb eines Haus komplett kabellosen Strom zur Verfügung zu stellen. Ich habe jetzt aber nur diesen englischen Artikel dazu gefunden.

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